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Serbien

  
Um die negativen Folgen der Privatisierung abzufedern, ist ein Dialog zwischen Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und Behörden notwendig. Dafür fehlen in Serbien sowohl die Tradition als auch die Kapazitäten und Strukturen. Solidar setzt sich für einen konstruktiven Sozialdialog ein und unterstützt Gewerkschaften in ihrem Kompetenzenaufbau.

 

Privatisierungs- und Kriegsfolgen

Die 7,5 Millionen Einwohner Serbiens leiden auch noch Jahre nach dem Sturz des Regimes von Slobodan Milosevic unter den Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den ex-jugoslawischen Nachbarstaaten und den internationalen Sanktionen. Zwar bestehen heute Hoffnungen auf Direktinvestitionen und die Privatisierung der staatlichen Betriebe sollte bald abgeschlossen sein. Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt jedoch, dass die Arbeitslosenquoten (heute ungefähr ein Drittel) nach Privatisierungen mittelfristig weiterhin ansteigen, weil daraufhin in der Regel Umstrukturierungen folgen.

 

Konkrete Unterstützung des Sozialdialogs

Um die sozialen Folgen abzufedern und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten ist es wichtig, dass Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Behörden frühzeitig in einen Dialog treten. Solidar versucht die Sozialpartner zu stärken und diesen Dialog in Gang zu bringen mit Beratung, Weiterbildung, Organisationsentwicklung, Plattformen für den Austausch sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Ein wichtiges Produkt dazu ist eine vom Solidar betriebene serbische Website.


Cyrill Rogger ist verantwortlich für das Serbien-Programm von Solidar.

 

 

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