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Fifa: Rekordgewinn auf Kosten der Ärmsten

 19. 03. 2015  
Die Fifa sorgt mit ihren Knebelverträgen dafür, dass die Kosten bei den Ausrichtungsstaaten und die Gewinne bei ihr selbst anfallen. Um diese skandalöse Praktik zu beenden, fordert Solidar Suisse die Fifa auf, die Ausrichtung von Weltmeisterschaften an konkrete Bedingungen zu knüpfen, damit die Rechte der Menschen und der Zivilgesellschaft respektiert werden.

Wie erwartet hat die Fifa mit der Weltmeisterschaft in Brasilien einen Rekordgewinn von 2,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Ein Rekordwert ist auch aus Brasilien zu vermelden – allerdings der blamablen Sorte: Nach aktuellen Zahlen gab Brasilien 27‘355 Milliarden Reais aus für die Ausrichtung der Fussball-WM. Das sind rund 12,2 Milliarden Dollar – die teuerste Weltmeisterschaften aller Zeiten.

Den Preis zahlte Brasilien – ein Land, in dem statt in Spiele dringend in den öffentlichen Verkehr, das Bildungssystem und das Gesundheitswesen investiert werden sollte. Stattdessen brachte die WM ein neues soziales Desaster: Viele der Ärmsten verloren durch die Sperrzonen der Fifa ihr Heim oder ihre Einnahmequelle. Schätzungsweise 250‘000 Menschen wurden vertrieben und umgesiedelt. Häufig mit Gewalt und ohne Schadenersatz. Und die WM hinterliess vier millionenteure, nutzlose „weisse Elefanten“ – Stadien, die nach der WM kaum mehr genutzt werden.
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