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Nicaragua: Gewalt und Femizid allgegenwärtig

 08. 03. 2015  
Gewalt gegen Frauen und Kinder ist in Nicaragua weit verbreitet. Ursachen dafür sind die traditionell patriarchale Kultur und lange Jahre gewaltsamer Konflikte und Kriege im Land.

Fast die Hälfte der nicaraguanischen Frauen erlebt gemäss einer Studie physische und sexuelle Gewalt. Um die 10‘000 Gewaltfälle werden jährlich bekannt, bei der Hälfte davon geht es um sexuelle Gewalt. Über ein Drittel der Opfer sind Mädchen unter 14 Jahren. Und das sind nur die Fälle, die an die Öffentlichkeit gelangen.
In den letzten zehn Jahren sind in Nicaragua über 700 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet worden. Die Zahl der Femizide nimmt nicht ab: 2014 wurden wiederum 75 Frauen ermordet.

Solidar Suisse hat seit 2011 über 7000 Frauen und Kinder im Norden des Landes dabei unterstützt, sich erfolgreich zur Wehr zu setzen. Mehr als 2000 Opfer schwerer sexueller Gewalt haben medizinische, rechtliche und psychologische Betreuung erhalten. 2014 haben die Anwältinnen der Solidar-Partnerorganisationen alle Gerichtsfälle zugunsten der Opfer entscheiden können.

Die Organisationen des Frauennetzwerks „Ana Lucila“ setzen sich mit Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit für Gewaltprävention und die korrekte Anwendung der Gesetze gegen Gewalt im Sinne der Opfer ein. Am 8. März organisiert das Netzwerk jeweils grosse öffentliche Kundgebungen gegen Gewalt gegen Frauen und für Gleichstellung.

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