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Foxconn verletzt Arbeitsrecht

 05. 02. 2015  
Foxconn, eine der Hauptzulieferfirmen von Apple, verletzt mit übermässigen Überstunden für seine Angestellten die Gesetze zu Überzeit. Dies hat nun sogar die All-China Federation of Trade Unions ACFTU, die regierungsnahe und einzige zugelassene Gewerkschaft in China, am Montag an einer Veranstaltung zu chinesischen Arbeitsgesetzverstössen angeprangert.

Inzwischen gehört der grösste Elektronikteilproduzent, der zu Spitzenzeiten 1,3 Millionen ArbeiterInnen beschäftigt, zu einer der Firmen mit den grössten Profiten. „Wir hoffen, dass diese plötzliche Offenheit der offiziellen Gewerkschaft Druck aufsetzt, die Überzeit zu reduzieren und die Löhne zu erhöhen“, meinte Kevin Slaten, Programmkoordinator der Solidar-Partnerorganisation China Labor Watch, einer in New York basierten Arbeitsrechtsorganisation. „Um die soziale Stabilität in China zu erhalten, ist die Regierung bemüht, einen Ausgleich zu schaffen zwischen dem Druck auf die Löhne und der Notwendigkeit der Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Das chinesische Arbeitsgesetz begrenzt zwar die erlaubte Überzeit pro Woche auf neun Stunden, doch unter gewissen Umständen erhalten die Unternehmen von der lokalen Regierung die Erlaubnis, mehr Überzeit anzuordnen. „Es ist ein Graubereich, in dem die lokalen Behörden es Firmen mit guten Beziehungen erlauben, diese Grenze zu überschreiten“, sagt Slaten. „Es ist eine perverse Idee, dass ein Mensch gerne 12 bis 14 Stunden am Tag repetitive Arbeit verrichten soll. Wenn du die ArbeiterInnen fragst, ziehen alle einen höheren Grundlohn mehr Stunden vor.“
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