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Chinesische Regierung beendet Streik

 29. 04. 2014  
Nach zwei Wochen hat die chinesische Regierung den grössten Streik der letzten Jahre mit massiven Einschüchterungen beendet. Beinahe 50‘000 ArbeiterInnen forderten von der Schuhfabrik Yue Yuen in der südchineischen Stadt Dongguan, die u.a. Nike und Adidas beliefert, Sozialleistungen zu zahlen und legale Arbeitsverträge abzuschliessen (siehe News vom 24. April).

Von einem Streikende kann jedoch nicht die Rede sein. Die ArbeiterInnen wurden durch ein Polizeiaufgebot gezwungen, wieder in die Fabrik zurückzukehren. Sie halten jedoch weiterhin an ihren Forderungen fest. Unklar ist insbesondere, ob die Forderung nach rückwirkenden Pensionszahlungen erfüllt werden. Die Angaben dazu sind widersprüchlich und die diesbezügliche Skepsis in der Arbeiterschaft ist gross. Yue Yuen hatte bestritten, bei den Zahlungen der Rentenbeiträge Fehler gemacht zu haben.

Erneute Streiks sind also nicht auszuschliessen. Adidas, Nike und Timberland, die am meisten vom Geschäft mit der Ausbeutung profitieren, müssen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen, und auch in ihren Zulieferbetrieben gerechte Arbeitsbedingungen sicherstellen.