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Initiative gegen Nahrungsmittelspekulation eingereicht

 24. 03. 2014  
Heute Morgen wurde die Volksinitiative der Juso gegen Nahrungsmittelspekulation mit fast 140'000 Unterschriften eingereicht. Sie wird von Solidar Suisse und Swissaid unterstützt.

Denn Preissteigerungen für Lebensmittel treiben in Entwicklungsländern Millionen Menschen in den Hunger. Da viele Haushalte bis zu 80 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel verwenden müssen, hatte die Preisexplosion auf den Nahrungsmittelmärkten von 2008 und 2011 dramatische Konsequenzen. Inzwischen hat sich die Lage auf den Märkten zwar etwas entspannt, die Preise liegen aber noch immer viel höher als vor Beginn der Preissteigerungen. Und noch immer leiden weltweit fast eine Milliarde Menschen Hunger.

Neue Studien zeigen, dass die Finanz-Spekulation mit Nahrungsmitteln Preisspitzen und Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten verstärken kann. Die beiden Entwicklungs-Hilfswerke SWISSAID und Solidar unterstützen deshalb die Volksinitiative der Jung-sozialisten. „Steigen die Preise für Nahrungsmittel, wird dies für viele arme Menschen im globalen Süden zu einem existenziellen Problem“, sagt SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel, vor allem in Ländern, die stark von Nahrungsmittel-Einfuhren abhängig sind. Zudem profitieren Kleinbauernfamilien in der Regel wegen fehlendem Marktzugang nicht von den Preiserhöhungen, die ihnen theoretisch ein höheres Einkommen ermöglichten.

Die Folgen dieser paradoxen Entwicklung liessen sich mit einem Verbot der Nahrungsmittel-Spekulation zumindest entschärfen. Heute sind 80 Prozent des Rohstoffhandels spekulativ, FinanzakteurInnen haben in letzten zehn Jahren ihre Investitionen auf den Rohstoff-Derivatemärkten von 13 auf 430 Milliarden Dollar erhöht. „Schweizer Banken und Rohstoffhändler spielen in diesem Geschäft eine wichtige Rolle“, sagt Eva Geel von Solidar. Ein Verbot der Spekulation mit Nahrungsmitteln sei deshalb ein wichtiger Schritt in Richtung einer gerechteren globalen Entwicklung.

Heute sind 80 Prozent des Rohstoffhandels spekulativ, FinanzakteurInnen haben in letzten zehn Jahren ihre Investitionen auf den Rohstoff-Derivatemärkten von 13 auf 430 Milliarden Dollar erhöht – und Schweizer Banken und Rohstoffhändler spielen in diesem Geschäft eine wichtige Rolle. Ein Verbot der Spekulation mit Nahrungsmitteln ist deshalb ein wichtiger Schritt in Richtung einer gerechteren globalen Entwicklung.