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Petition: Schluss mit Steuerbefreiung für die FIFA

  

Die Petition wurde gemeinsam von der Juso und Solidar Suisse lanciert. Bis zum 17. August wurden 10'631 Unterschriften gesammelt. Die Unterschriften werden am 18. August 2011 der Bundeskanzlei in Bern übergeben.

 

 

Wortlaut der Petition:

 

«Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition fordern von Bundesrat und Parlament die Aufhebung der Steuererleichterungen und Steuerbefreiungen für den Weltfussballverband FIFA.»

 

 

Begründung

  • Die „gemeinnützige“ FIFA scheint, wie sich aktuell zeigt, sprichwörtlich zerfressen von Korruption: Von der Präsidentenwahl bis zur WM-Vergabe sind offensichtlich Bestechungen an der Tagesordnung. [1] [2] [3] [4]
     
  • Die „gemeinnützige“ FIFA nahm anlässlich der Fussball-WM in Südafrika einen Gewinn von 2.35 Milliarden Franken ein. Über 50 Millionen davon gingen als Boni an Blatter und seine Leute. In die Staatskasse von Südafrika riss die WM ein Finanzloch in der Höhe von 3 Milliarden. Und es ist nicht etwa so, dass Südafrika das Geld nicht dringend brauchen würde: 40% der Bevölkerung leben in absoluter Armut. Das gleiche Schicksal steht Brasilien mit der WM 2014 noch bevor. [5]
     
  • Die „gemeinnützige“ FIFA lässt sich in den Austragungsländern der Fussballweltmeisterschaften – mit Südafrika 2010, Brasilien 2014 und Russland 2018 notabene drei Schwellenländer – praktisch vollständig von Steuern befreien – mit dem Hinweis, sie bezahle bereits in der Schweiz Steuern . [6]
     
  • Die „gemeinnützige“ FIFA bezahlt in Zürich gemäss Finanzbericht 2010 im Zeitrahmen 2007-2010 3,1 Mio. Steuern. Wäre sie ein KMU hätte sie 180 Mio Steuern bezahlen müssen. [7] und [8]
     
  • Die „gemeinnützige“ FIFA hat eben erst die WM 2022 nach Katar vergeben. Ein Land, in dem Frauen und MigrantInnen als Menschen zweiter Klasse behandelt, werden, Homosexualität strafbar ist und es weder Pressefreiheit noch Meinungsfreiheit gibt.