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Fair Games - Fair Play

  

Die internationale Gewerkschaftskampagne "Fair Games -Fair Play" forderte faire Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der Fussball-Weltmeisterschaft 2010, Löhne, die zum Leben ausreichen (mind. 4´000 Rand monatlich) und eine gute Arbeitssicherheit. Ausserdem stärkte die Kampagne die Gewerkschaften.

Das sportliche Grossereignis löste in Südafrika im Bausektor eine grosse wirtschaftliche Dynamik aus. Die Gewinne der Baufirmen boomen- auch in der Wirtschaftskrise. Doch die Löhne der BauarbeiterInnen blieben weiterhin Hungerlöhne von durchschnittlich 2´500 Rand. Das Anliegen der Gewerkschaften war deshalb, dass faire Arbeitsbedingungen bei der Erstellung der WM-Infrastruktur gesichert wurden und die FIFA als Ausrichter der WM sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzt.

Die  Erfolge der Kampagne zeigen, dass die internationale Solidarität Früchte trägt:

  • Transportentschädigungen und freier Transport für Arbeiter in Cape Town.
  • Einkommenssteigerungen: nach einem 12-tägigen Streik in Durban (Nov. 2007) erhielten 1´200 ArbeiterInnen zusätzliche Zahlungen von je 6´000 Rand ? mehr als zwei Monatslöhne.
  • Lohndumping bekämpft: die Gewerkschaften setzten sich dafür ein, dass der gesetzliche Mindestlohn auch von allen Sub-Unternehmen gezahlt wird, auf allen Baustellen.
  • Dank der Kampagne konnten über 20´000 neue Gewerkschaftsmitglieder gewonnen werden.
  • An die soziale Verantwortung der FIFA appelliert: mit einem Besuch bei FIFA-Präsident Sepp Blatter in Zürich (2008) und Stadioninspektionen in Südafrika (2009) haben die Gewerkschaften auch den Weltfussballverband in die Verantwortung genommen. Mit Erfolg: die FIFA erklärte öffentlich ihre Unterstützung für faire Arbeitsbedingungen und die Aufrechterhaltung des Dialogs über die WM 2010 hinaus. Ein Präzedenzfall auch für zukünftige Kampagnen! Ausserdem erhielten die rund 20´000 BauarbeiterInnen je zwei Gratis-WM-Tickets für Spiele in dem Stadion, das sie erbaut haben.
Mit der Petition "An$toss - Keine Ausbeutung bei der Fussball-WM" forderte Solidar die FIFA auf, sich bei der Fussball-WM in Zukunft verstärkt für die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten einzusetzen.



Die Filme zur Kampagne
Eine Co-Produktion von Solidar, der Unia und BWI

Fair Games - Fair Play: Die Bilanz der Kampagne. (2010)
Fair Games - Fair Play (2009)