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Burkina Faso

  

In Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, ist Analphabetismus weit verbreitet. 1994 hat Solidar ein Modell der zweisprachigen Bildung initiiert, das neben der Amtssprache Französisch auf die lokalen Umgangssprachen setzt. Mittlerweile hat sich das innovative Konzept im ganzen Land verbreitet, und 2007 wurde es durch die Regierung zum staatlichen Bildungssystem erklärt.
 

Das Binnenland Burkina Faso liegt in der westlichen Sahelzone. Der grösste Teil der Bevölkerung wohnt auf dem Land und lebt von einer einfachen, stark wetterabhängigen Landwirtschaft. Infektionskrankheiten und Mangelernährung sind weit verbreitet, da die wenigsten Menschen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung haben.

 

Jedes dritte Kind geht nicht zur Schule

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt: 43,9 Prozent der Menschen leben unter der Armutsschwelle mit rund 200 Franken Einkommen pro Jahr. Dies hat Folgen: Etwa 70 Prozent der Bevölkerung kann weder lesen noch schreiben, nur etwa 62 Prozent der Kinder haben die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Besonders Frauen und Mädchen sind von Analphabetismus betroffen.

Burkina Faso ist ein Vielvölkerstaat: Über sechzig Ethnien leben im Land, und ebenso viele lokale Sprachen sind anzutreffen. Die ehemalige französische Kolonie Obervolta erlangte 1960 die Unabhängigkeit. Obwohl nur wenige Französisch sprechen, ist es die offizielle Amts- und Schulsprache geblieben. Dies stellt eine grosse Hürde dar für den Zugang zu  Bildung.
 
Auch die eigene Sprache kennenlernen

Das Solidar-Projekt "Mehrsprachige Bildung" hat sich als wegweisend erwiesen: Von Anfang an werden die Kinder gleichzeitig in ihrer lokalen Sprache und in Französisch unterrichtet. Dieses Modell hat inzwischen im ganzen Land Verbreitung gefunden und wird vom Erziehungsministerium mitgetragen.

Weitere Elemente des Solidar-Programms in Burkina Faso setzen auf ländliche Entwicklung, Armutsbekämpfung, Bildung von Kindern und Jugendlichen und Demokratie und Partizipation.



Die Ausführung obliegt den Partnerorganisationen von Solidar in Burkina Faso. Solidar unterhält ein Koordinationsbüro, das die Arbeit vor Ort mit lokalen Fachleuten begleitet.
 


Das Solidar-Programm in Burkina Faso wird vom Liechtensteinischen Entwicklungsdienst LED unterstützt.



 



Sandrine Rosenberger ist verantwortlich für die Solidar-Projekte in Burkina Faso.